Startseite Aktuelles 2009 Fortbildung von Atemschutzgeräteträgern in Bovenden
Fortbildung von Atemschutzgeräteträgern in Bovenden Drucken E-Mail
Am 04.12. gab es eine Gemeindefortbildung für Atemschutzgeräteträger, diesmal für die Ortschaften Eddigehausen, Emmenhausen und Bovenden. Im nächsten Jahr gibt es weitere Fortbildungen auf Gemeindeebene unter anderem zum Thema Atemschutz. Ziel ist es mit diesen Fortbildungen einen einheitlichen Wissensstand und einheitlichen Einsatzablauf bei Atemschutzeinsätzen innerhalb der Gemeinde Bovenden zu bekommen.
Um 18:00 Uhr begrüßten die drei Ausbilder die rund 20 Teilnehmer und begannen mit einem theoretischen Unterricht.  Hier ging es über die Bedeutung des Atemschutzes, die Anforderungen an Atemschutzgeräteträger und die Einsatzgrundsätze.

Auszug FwDV 7 – Anforderungen an Atemschutzgeräteträger:
Einsatzkräfte, die unter Atemschutz eingesetzt werden, müssen:


•    das 18. Lebensjahr vollendet haben;
•    körperlich geeignet sein (gültige G26 Untersuchung);
•    die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger erfolgreich absolviert haben;
•    regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen und an Wiederholungsübungen teilnehmen;
•    zum Zeitpunkt der Übung oder des Einsatzes gesund sein und sich einsatzfähig fühlen.

Nach einer Schulstunde Theorie ging es nun an die Praxis. Es wurden drei Stationen aufgebaut und Gruppen gebildet.
1.    Station: „Atemschutzüberwachung und Funk im Atemschutz Einsatz“
Ziel war es, das Arbeiten mit der Atemschutzüberwachungstafel und das Absetzen und entgegennehmen von Lagemeldungen (von Situationsbildern) zu üben.

 
„Atemschutzüberwachung“
 
 




„vorgehender Atemschutztrupp beim Übermitteln einer Lage“

2.    Station: „Vorgehensweise eines Trupps zur Brandbekämpfung“
Hier sollten die Teilnehmer wiederholen wie eine Tür zu öffnen ist und wie man als Trupp in einem Raum vorzugehen hat. Hervor gehoben wurde hier der richtige Umgang mit dem Hohlstrahlrohr.


„Abtasten der Tür“
 
 

„Check an der Tür“
 
 

„Kriechgang mit Temperatur-Check“
 
 

„Durchzündung“

3.    Station: „Sicherheitstrupp“
Wie man in der Vergangenheit gelernt hat, ist der Sicherheitstrupp zu einem der wichtigsten Bestandteile bei Atemschutzeinsätzen geworden. Es wurden verschiedene Einsatzszenarien durchgespielt, um die verschiedenen Rettungsmittel kennen zu lernen. Von einem verletzten Atemschutzgeräteträger der mit einer Bandschlinge gerettet werden musste bis hin zum Wechseln einer Atemschutzmaske im Brandraum wurde alles angesprochen und geübt.  


„Verletzter Atemschutzgeräteträger“
 
 

„Rettung mit dem Tragetuch“
 
 

„Arbeiten im dunkeln“
 
 

„Wechsel der Atemschutzmaske“
 
 


Zum Ende der Fortbildung wurde noch das Ex-Messgerät der Feuerwehr Bovenden vorgestellt, das auf dem ELW1 verlastet ist. Das Gerät misst den Sauerstoffgehalt und den EX-Bereich in der Umgebung und gibt über die Anzeige und einem Warnsignal die Warnung an die vorgehenden Trupps ab. 


„Nachbesprechung und Vorstellung des EX-Meter“
 
 


Die Fortbildung zeigte allen Teilnehmern wie wichtig es ist sich immer wieder mit dem Thema Atemschutz zu beschäftigen. Deshalb sollte das Thema „Atemschutz“ auf keinem Ausbildungsplan fehlen.