Gruppenbild geehrte, beförderte und Gäste

Volker Kaupert für 50 Jahre aktive Dienstzeit und weitere Kameradinnen und Kameraden geehrt

Reyershausen - Am 13.02.2026 begrüßte Ortsbrandmeister Florian Ude Mitglieder und Gäste zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr im Feuerwehrhaus in Reyershausen.


16 Einsätze (2025)
  • 2 Kleinbrände
  • 8 Verkehrsunfälle
  • 5 Allgemeine Technische Hilfeleistung
  • 1 Brandsicherheitswache
Beförderungen
  • Oberfeuerwehrmann Fabian Klatt, Thomas Schlenz, Boris Klement, Martin Stange
  • Löschmeister Mark-Robin Kaupert, Andre Weider, Tobias Mühmer
  • Hauptlöschmeister Klaus Melnikow
Ehrungen
Nieder­sächsisches Ehrenzeichen im aktiven Dienst
  • 50 Jahre Volker Kaupert
Kreisfeuerwehrverband Göttingen für fördernde Mitgliedschaft
  • 25 Jahre Willi Herbst, Axel Funke, Mario Weider
  • 50 Jahre Joachim Köhler, Rolf Mäder
  • 60 Jahre 60 Jahre Horst Gloth, Helmut Kontroschowitz
Ehrenurkunde vom Land Niedersachsen für Einsatzkräfte beim Hochwasser 2023/2024
  • Kai Michel Siebrecht, Volker Kaupert
Ehrenmitglied Feuerwehr Reyershausen
  • Ulrike Bährens, Achim Wedemeyer, Christian Kaupert
 

Feuerwehrhaus

Ortsbrandmeister Florian Ude berichtete erfreut und dankend an Rat und Verwaltung über die ersten Investitionen mit neuen Toren und einer Aufwertung der Fassade am Feuerwehrhaus, welches dieses moderner und gepflegter aussehen ließe. Demnächst gebe es ein Treffen mit Bürgermeister Thomas Brandes, wo weitere nötige Investitionen frühzeitig für die nächsten Jahre angesprochen werden sollen. Denn auch in Reyershausen sind z.B. die Sanitäranlagen und der Gruppenraum zu klein für die Mitgliederzahl, erklärte Ude. Weiterhin regte Ude an, die noch fehlenden Rauchmelder in den Fahrzeughallen zeitnah zu installieren.

Einsätze

Ude berichtete, dass die Verkehrsunfälle ohne Schwerstverletzten ausgingen. Das E-Call-System sei ein technischer Fortschritt, aber auch mit einigen Fehlalarmen aufgrund von zum Beispiel einem runtergefallenden Smartphone behaftet. Solche Einsätze binden dennoch Personal und Zeit, welche den Aufwand im Ehrenamt erhöhen.

Florian Ude verwies in seinem Rückblick auf Verkehrsunfälle mit im Pkw eingeschlossenen Personen, welche sich bei nicht von Schneebefreiten und sehr glatten Straßen ereigneten. Durch die schlechten Wetterverhältnisse und gefährlichem Zustand der nicht geräumten Straßen, wäre ein anfahren der Ortsfeuerwehr Bovenden mit ihrem Rettungssatz über den Plesse-Berg nicht möglich gewesen. „Das zeigt sehr deutlich, dass wir uns im Zweifel auf unsere eigene Ausrüstung und unsere eigene Einsatzfähigkeit verlassen müssen und dass diese Ausstattung keine Selbstverständlichkeit ist, sondern eine absolute Notwendigkeit“, betonte Ude. Auch führten solche Einsätze bei extremer Straßenglätte dazu, sich immer wieder bewusst zu machen, in welche Gefahr wir uns als Retter selbst begeben.

Weiter in Erinnerung geblieben seien Ude, Pkw-Brände, wobei einer davon sehr zeitkritisch war, da ein Pkw direkt neben einer Wohnhausfassade in Brand geriet. Auch an eine Störung in einer Gasversorgungsleitung erinnerte er sich, wo die Einsatzkräfte den Brandschutz beim Ablassen des Gases sicherstellten.

Ausbildung

Um für die Einsätze gut vorbereitet zu sein, hat die Einsatzabteilung wieder viele Dienste im Bereich der Technischen Hilfeleistung und Brandbekämpfung durchgeführt. Ude bedankte sich bei allen, die dies mit alten Pkw oder ihren Gebäuden unterstützen. Nur so könne eine sehr realistische Ausbildung stattfinden. Neben dem Wissen und der Handhabung achte die Wehr auch sehr auf die Teamarbeit und Kameradschaft, welche mit Aktionen wie z.B. einer Schlauchbootfahrt auf der Weser oder bei Wanderungen gestärkt wird. Neben dem „Team“ Feuerwehr, müsse das Ehrenamt aber auch mit Familie und Beruf vereinbar bleiben, meint Florian Ude. Immer mehr Bürokratie, Dokumentation und neue Aufgaben kamen in den vergangenen Jahren auf die ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden zu, wo er darum bittet diese Entwicklung und Vereinbarkeit seitens der Verwaltung nicht aus den Augen zu verlieren.

Weiterhin übernahm die Wehr im vergangenen Jahr wieder die Brandwache am Osterfeuer und führte eine Brandschutzerziehung in der Grundschule durch.

Einen Dank richtete Ude an Carsten Lange und seiner Wettbewerbsmannschaft aus. Seit vielen Jahrzehnten sei es gelungen bei den Wettbewerben in Reyershausen den 1. Platz zu erreichen. Carsten Lange sei ein guter Motivator gewesen.

Jugendfeuerwehr

Jugendfeuerwehrwart Christoph Wedemeyer freute sich im letzten Jahr einen seiner 5 Jugendlichen an die Einsatzabteilung übergeben zu können. Trotz der leider geringen Anzahl an Jugendlichen haben sie sich 20-mal zu einem Dienst getroffen. Dabei lernten die Jugendlichen den Aufbau eines Löschangriffes, Knoten und den weiteren Umgang mit der Ausrüstung. Wedemeyer legte großen Wert auf die Förderung von Teamgeist, Zusammenhalt und Verantwortung. Weiterhin unternahm die Jugendfeuerwehr einen Ausflug in den Heidepark und in einem Escape-Room mit anschließender Weihnachtsfeier. Wedemeyer bedankte sich für die Spenden, die bei dem Einsammeln der Weihnachtsbäume überreicht wurden. Weiterhin freue er sich, wenn sich noch mehr Jugendliche aus Reyershausen für die Jugendfeuerwehr interessieren und mitmachen würden.

Kinderfeuerwehr

Viel erlebt haben die 23 Kinder im vergangenen Jahr bei einer Faschingsparty, beim Flecken Putz, Laternenumzug und mehr, berichtete Kinderfeuerwehrwartin Anna Lena Melnikow. Hierzu gehörte auch die Vorbereitung und Abnahme der Kinderflamme, welche die Kinder in der Stufe I und II bestanden haben. Aufgrund von Platzmangel im Gruppenraum des Feuerwehrhauses wurde eine Übernachtung mit den Kids in die „Glück Auf“-Halle verlegt. Neben dem spielerischen Diensten lernten die Kinder auch etwas zur Verkehrserziehung, den Gerätschaften und bauten einen Löschangriff auf. Herausfordernd, erwähnte Melnikow, sei die Spanne von 6 bis 10 Jahren der Kinder. So wird teilweise der Dienst in zwei Gruppen eingeteilt, um den jeweiligen Altersgruppen gerecht zu werden.

Feuerwehr-Senioren

Reinhard Herz blickte auf ein tolles Jahr mit einem Forellenessen, Grillabend und gemütlichen Abenden mit vielen Erzählungen aus der Feuerwehrgeschichte zurück. Kurt Bethe ist mit 94 Jahren der älteste Senior in der Abteilung, so Herz. Weiterhin freue er sich, wenn sich zu den 13 Senioren noch weitere Einwohner aus dem Ort anschließen würden.

Feuerwehrverein

Florian Ude berichtete von einer Gründungsversammlung am 13.08.2025 des Feuerwehrvereines Reyershausen. Dabei dankte Ude auch Klaus Melnikow für sein Engagement bei der Vereinsgründung.

Gäste der Versammlung

Bürgermeister Thomas Brandes, Ortsbürgermeister Björn Allemann, Gemeindebrandmeister Markus Füllgrabe und Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes Göttingen Marcel Lahrsow besuchten die Versammlung als Gäste.