Entstehung
Die Freiwillige Feuerwehr ist in ihrer jetzigen Form im Zuge der am 1.Januar 1973 in Kraft getretenen Verwaltungs- und Gebietsreform entstanden. Aus dem damaligen Unterkreis 1 formierte sich die heutige Freiwillige Feuerwehr Bovenden, die sich nunmehr aus den sieben Ortsfeuerwehren und einer Löschgruppe in den acht Ortsteile des Flecken Bovenden zusammensetzt. Dies sind im Einzelnen die Ortschaften: Billingshausen, Bovenden, Eddigehausen, Emmenhausen, Harste, Lenglern, Reyershausen und Spanbeck. Der Flecken Bovenden hat als südliche Grenze das Stadtgebiet von Göttingen, nördlich schließt sich der Landkreis Northeim an. Als erster Gemeindebrandmeister amtierte Walter Hennecke (Eddigehausen) der 1977 von Hauptbrandmeister Helmut Horstmann (Lenglern) abgelöst wurde. Dessen Nachfolger war seit Juni 1989 der Erste Hauptbrandmeister Herbert Dettmar (Reyershausen), der das Amt im Jahr 2001 an Markus Füllgrabe aus Bovenden abgegeben hat. Stellvertretender Gemeindebrandmeister ist seit 2006 Holger Gottschling.
Struktur
Das Niedersächsische Brandschutzgesetz verpflichtet jede Kommune, eine den örtlichen Verhältnissen entsprechende leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen und zu unterhalten (abwehrender Brandschutz). Über die Art der Ausrüstung entscheidet die Gemeinde in eigener Verantwortung. Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen und geographischer Bedingung ist die Gemeindefeuerwehr Bovenden in drei so genannte Stützpunktfeuerwehren (Bovenden, Lenglern, Reyershausen), vier Feuerwehren mit Grundausstattung (Billingshausen, Eddigehausen, Emmenhausen, Harste) und einer Löschgruppe (Spanbeck) gegliedert.
Die Feuerwehr ist innerhalb der Gemeindeverwaltung dem Amt für Finanzen und Ordnung zugeordnet, dessen Leiter Amtsleiter Nicholas Krengel ist.
Billingshausen
Feuerwehr mit Grundausstattung
seit 1933
Bovenden
Feuerwehr mit Stützpunktausstattung
seit 1885
Eddigehausen
Feuerwehr mit Grundausstattung
seit 1934
Emmenhausen
Feuerwehr mit Grundausstattung
seit 1929
Harste
Feuerwehr mit Grundausstattung
seit 1911
Lenglern
Feuerwehr mit Stützpunktausstattung
seit 1906
Reyershausen
Feuerwehr mit Stützpunktausstattung
seit 1889
Spanbeck
Feuerwehr mit Löschgruppenausstattung
seit 1934
Einsatzkräfte / Ausbildung
Etwa 300 aktive Einsatzkräfte sind in den Ortsfeuerwehren aktiv, davon ca. 50 Frauen. Rund 65 Jungen und Mädchen bilden die Gemeindejugendfeuerwehr, in die man mit zehn Jahren eintreten kann. Als erste Feuerwehr in Stadt und Landkreis Göttingen konnte die Feuerwehr Lenglern die erste Kinderfeuerwehr offiziell gründen, in der Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren spielerisch den Brandschutz erlernen. Mittlerweile gibt es in allen Ortschaften eine Kinderfeuerwehr mit rund 100 Kindern.
Voraussetzung zur Teilnahme am aktiven Dienst (ab 16 Jahren) ist die Teilnahme an der Modularen-Grundlagen-Ausbildung auf Gemeindeebene, die alle Kameradinnen und Kameraden absolvieren müssen. Darüber hinaus haben etwa 160 Feuerwehrleute an einem Atemschutzgeräteträgerlehrgang teilgenommen, rund 190 Kameradinnen und Kameraden den Sprechfunklehrgang bestanden und über 110 Einsatzkräfte einen Maschinistenlehrgang abgeschlossen.
Die technischen Lehrgänge werden auf der Kreisebene an Wochenenden durchgeführt. Die Führungslehrgänge und Fortbildungsseminare finden alle an dem Niedersäschsichen Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) in Celle als Tages- oder Wochenseminar statt.
Ausrüstung
Die Stützpunktfeuerwehr Bovenden ist mit einem Löschgruppenfahrzeug LF 20 und einem Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug HLF 20 ausgestattet. Die Stützpunktfeuerwehr Lenglern mit einem Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug HLF 10 und die Feuerwehr Reyershausen mit einem Löschgruppenfahrzeug LF 10. Die Stützpunktfeuerwehren Lenglern und Bovenden sind weiterhin mit einem Tanklöschfahrzeug TLF 8 ausgestattet.
Die Ortsfeuerwehr Bovenden hat in Eigenleistung und mit Spendengelder einen Einsatzleitwagen ELW 1 beschafft und durch Mittel des Flecken Bovenden mit Funk ausgestattet. Ein Mannschaftstransportwagen MTW steht in den Ortsfeuerwehren Bovenden und Emmenhausen. Die Ortsfeuerwehren Billingshausen, Eddigehausen, Lenglern und Reyershausen haben sich über Spendengelder solch ein Fahrzeug selbstbeschafft.
In den Stützpunkten Bovenden, Lenglern und Reyershausen ist je ein Rettungssatz stationiert. Somit ist sichergestellt, dass mit drei im Flecken Bovenden vorhandenen hydraulischen Rettungssätzen effektiv Hilfe bei Unfällen geleistet werden kann.
Die Ortsfeuerwehr Emmenhausen mit Grundausstattung hat ein Tragkraftspritzenfahrzeug TSF. Die Grundausstattungswehren Billingshausen und Eddigehausen verfügen über je ein Tragkraftspritzenfahrzeuge mit Wassertank TSF-W und die Feuerwehr Harste über ein Mittleres-Löschfahrzeug MLF. In der Löschgruppe Spanbeck ist ein Klein-Löschfahrzeug mit Wassertank KLF stationiert.
Die Gemeindefeuerwehr Bovenden betreibt in Bovenden eine Kleiderkammer, ebenfalls wird hier zentral Schlauchmaterial zum Tausch und Ersatz in den verschiedenen Ortsfeuerwehren vorgehalten. Alle Druckschläuche hintereinander gekuppelt, ergeben eine Länge von ca. 6,5 Kilometern.
Alarmierung im Notfall
Die Sirenen und Meldeempfänger werden von der vom Landkreis und der Stadt Göttingen gemeinsam betriebenen Komunalen-Rettungs-Leitstelle (KRL) ausgelöst. Die KRL hat ihren Sitz bei der Berufsfeuerwehr (BF) der Stadt Göttingen in der Breslauer Straße. Es genügt, im Gefahrenfall die Notrufnummer 112 zu wählen, um einen schnellstmöglichen Hilfeeinsatz zu gewährleisten. Die KRL alarmiert die entsprechende(n) Ortsfeuerwehr(en) und ggf. den Rettungsdienst sowie die Polizei. Die Leitung bei Einsätzen obliegt dem jeweiligen Ortsbrandmeister / der jeweiligen Ortsbrandmeisterin. Bei schweren Unfällen oder größeren Schadenslagen werden die Einsätze vom Gemeindebrandmeister geleitet.
Wenn Sie mehr über die einzelnen Ortsfeuerwehren erfahren möchten, können Sie diese über die Ortswappen erreichen.